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1. Juli 1958Der VEB Verbundnetz West Dessau bildet in Leipzig die "Technische Leitung Ferngas". Sie ist der Vorläufer der heutigen VNG. |
Juli 1963Die VEB Verbundnetz Ost, Verbundnetz West und Verbundnetz Mitte werden zum VEB Verbundnetz Berlin zusammengeführt. Die "Technische Leitung Ferngas" wird Direktion Gas dieses Betriebes. |
Mai 1968Regierungsabkommen zwischen der UdSSR und der DDR, in dem auch der Import russischen Erdgases vereinbart wird. |
Januar 1969Die Direktion Gas des VEB Verbundnetz Berlin wird eigenständig als VEB Verbundnetz Gas. |
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1970Das Gaskombinat "Schwarze Pumpe" wird gebildet, ihm wird der VEB Verbundnetz Gas zugeordnet. |
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1. Mai 1973Die DDR erhält erstmals russisches Erdgas. Die importierten Mengen entwickeln sich von 2,7 Mrd. Kubikmeter pro Jahr (1974) auf 6,5 Mrd. Kubikmeter pro Jahr (1989). Die Übernahme des Erdgases durch den VEB Verbundnetz Gas erfolgt bei Uzgorod/ Velke Kapusany an der ukrainisch-slowakischen Grenze. Das Erdgas wurde auf der Grundlage langfristiger Transitverträge durch die ehemalige CSSR nach Sayda transportiert, dort nachverdichtet und in das Import-Erdgas-(IEG)-System eingespeist. |
1974Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit werden die drei Untergrundgasspeicher - Bernburg (1974), Buchholz (1976) und Bad Lauchstädt (1976) - mit einer Gesamtkapazität von 1490 Mio. Kubikmeter in das Import-Erdgas-System integriert. |
1978Schrittweise Umstellung in Ost-Berlin von Stadt- auf Erdgas. |
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1982"Urengoi-Abkommen" - im Rahmen dieses Erdgaslieferabkommens zwischen den Regierungen der UdSSR und der DDR verpflichtet sich die UdSSR zu langfristig zuverlässigen Erdgaslieferungen von 0,7 Mrd. m³ pro Jahr. Im Gegenzug verpflichtet sich die deutsche Gegenseite auf dem Gebiet der UdSSR Erdgasleitungen zu verlegen, Verdichterstationen zu errichten und Ausrüstungen bereitzustellen. |
20. Januar 1986Abschluss des „Jamburg-Abkommens“ über die Zusammenarbeit bei der Erschließung der Erdgaslagerstätte Jamburg, dem Bau der Ferngasleitung Jamburg – Westgrenze UdSSR und anderer Objekte der Gasindustrie der UdSSR sowie über die zusammenhängenden Erdgaslieferungen aus der UdSSR in die DDR |
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Frühjahr 1990Die unternehmerische Selbstständigkeit des VEB Verbundnetz Gas durch das Herauslösen aus dem Gaskombinat "Schwarze Pumpe" wird in drei Phasen vorbereitet. Es wird ein eigener Bereich Verkauf geschaffen sowie strukturelle Anpassungen innerhalb des Unternehmens an künftige Markterfordernisse gemacht. Hilfe erhielt VNG von der Ruhrgas AG Essen, der BEB Hannover, sowie von den Wirtschaftsministerien in Bonn und Berlin. |
1. April 1990Die Herauslösung des VEB Verbundnetz Gas aus dem Gaskombinat "Schwarze Pumpe" ist abgeschlossen und damit die Selbständigkeit des VEB Verbundnetz Gas gegeben. |
10. April 1990Gründung der Erdgasversorgungsgesellschaft mbH Leipzig (EVG) (heute: Erdgasversorgungsgesellschaft Thüringen-Sachsen mbH Erfurt) an der der VEB Verbundnetz Gas und die Ruhrgas AG zu gleichen Teilen beteiligt sind. |
27. Juni 1990Abschluß eines Erdgasbezugsvertrags mit der BEB Erdgas und Erdöl GmbH Hannover über zwei Milliarden Kubikmeter. |
29. Juni 1990Zwei Tage vor Inkrafttreten der Wirtschafts- und Währungsunion zwischen den damals noch zwei deutschen Staaten erfolgt die Umwandlung des VEB Verbundnetz Gas in die Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft. Alle Aktien werden anfangs von der Treuhandgesellschaft in Berlin gehalten. Den ersten – noch als vorläufig bestellten - Vorstand bilden Dr.-Ing. Klaus-Ewald Holst, Lutz Hänsel, Dr.-Ing. Werner Hauenherm, Otto Hülsenbeck und Sigmar Schubert. |
16. August 1990In einem ersten Schritt verkauft die Treuhandgesellschaft 45 % der Aktien an die Ruhrgas AG Essen (35 Prozent) und die BEB Brigitta Erdgas und Erdöl GmbH Hannover (10 Prozent). Das gezeichnete Kapital beträgt 540 Millionen DM. Alle Aktien sind Namensaktien. |
1991VNG erzielt in den ersten 18 Monaten als Aktiengesellschaft einen Umsatz von 5,3 Mrd. DM bei einem Gasabsatz von 138,6 Mrd. kWh. Vordringliche Aufgaben in dieser Zeit waren die Diversifizieren der Erdgas-Bezüge, der Anschluss an das westeuropäische Erdgastransportsystem, die Erweiterung des eigenen Netzes und neue Geschäftsbeziehungen nach Nord- und Westeuropa zu schaffen. |
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September 1992Anschluss des VNG-Netzes an das westdeutsche Erdgas-Verbundsystem bei Vitzeroda an der thüringisch-hessischen Grenze. Die einseitige Abhängigkeit vom russischen Erdgas ist damit aufgehoben. Mit Beginn der Erdgaslieferungen der Ruhrgas AG strömt erstmals Erdgas aus Westeuropa nach Ostdeutschland. |
199384 Prozent aller Haushalte des Versorgungsgebietes sind auf Erdgas umgestellt. 1,25 Mio. Umstellungen erfolgten allein im Jahr 1993. |
1994Die Quote der Erdgasumstellungen liegt Ende 1994 bei 98,5 Prozent. Das gesamte ostdeutsche Erdgas-Leitungsnetz expandiert zwischen 1990 und 1994 von 7.800 auf rund 70.000 km Länge. |
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Juni 1995Die letzte Stadtgasflamme in Ostdeutschland erlischt in Leipzig. Damit ist die Umstellung von Stadtgas auf Erdgas in nur viereinhalb Jahren vollzogen. Über diesen Zeitraum investierte allein VNG rund 1,5 Mrd. DM in die Umstellung von rund 6100 Kilometern Hochdruckleitungen auf Erdgas, den Bau von rund 700 Kilometern Leitungen und die Erhöhung der Speicherkapazität ihrer Untergrundspeicher für Erdgas. |
Oktober 1996Der Lieferbeginn für norwegisches Erdgas wird mit einem beeindruckenden Festakt in Leipzig im Beisein von Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth gewürdigt. |
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März 1997An nur einem Wochenende ziehen die 500 Mitarbeiter der VNG aus den Standorten in Leipzig und Böhlitz-Ehrenberg in den neuen Hauptsitz in der Braunstraße 7 im Gewerbegebiet Leipzig-Nordost. |
April 2000Mit der Station Mallnow / Groß Köris geht neben der Station Sayda ein weiterer Übernahmepunkt für russisches Erdgas in Betrieb. |
Oktober 2001VNG gründet das Verbundnetz der Wärme. Die Initiative will dazu beitragen, gesellschaftliches Engagement in den neuen Bundesländern attraktiv und populär zu machen. Schirmherrin wird Regine Hildebrandt. |
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August 2002Im Rahmen der Hochwasserkatastrophe stellten VNG und ihre Partner- und Kundenunternehmen betroffenen Menschen unentgeltlich Erdgas zum Trockenheizen ihrer Häuser und Wohnungen zur Verfügung. Insgesamt 4 Millionen Euro spendeten das Unternehmen, seine Mitarbeiter und seine Partner auf verschiedenen Wegen den betroffenen Bürgern. |
Oktober 2003VNG schließt einen ersten Erdgasliefervertrag mit der italienischen HERA S.p.A., seither wurden die Aktivitäten in Italien kontinuierlich ausgebaut. |
Januar 2006Zum 1. Januar gründet VNG die ONTRAS VNG Gastransport GmbH, kurz: ONTRAS. Dies war auf Grund der Forderungen des Energiewirtschaftsgesetzes nach einer vollständigen gesellschaftsrechtlichen Trennung von Gashandel und –transport nötig geworden. |
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August 2006VNG gibt auf der ONS - Offshore Northern Seas, der größten Messe für Offshore-Technologie weltweit, die Gründung der VNG Norge AS bekannt. |
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Oktober 2006Im Rahmen des Petersburger Dialogs in Dresden unterzeichnen die TU Bergakademie Freiberg und das Staatliche Bergbauinstitut St. Petersburg im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem russischen Präsidenten Vladimir Putin ein Memorandum zur Gründung eines ständigen deutsch-russischen Rohstoff-Forums. |
November 2007Mit dem Erwerb der ersten vier Förderlizenzen kann VNG Norge nun ein Jahr nach ihrer Gründung mit der Exploration von Erdgas in einem abgegrenzten Planquadrat auf dem norwegischen Kontinentalschelf beginnen. |
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30. Juni 2008Auftakt für das Pilotprojekt CO2SINK. Erste Einspeicherung von CO2 auf dem Gelände des ehemaligen Untergrundgas-speichers der VNG in Ketzin, Brandenburg. In den nächsten zwei Jahren sollen in Ketzin bis zu 60.000 Tonnen CO2 in einer Tiefe von über 600 Metern, gespeichert werden. |
10. September 2008VNG feiert zusammen mit ihren Mitarbeitern, Kunden und Partnern sowie zahlreichen hochrangigen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur ihr 50-jähriges Bestehen. |
1. Oktober 2008Zum Ausbau eines deutschlandweiten Vertriebsnetzes hat die VNG drei neue Verkaufsbüros in Düsseldorf, Stuttgart und München eröffnet. |
November 2008Seit November bietet VNG ihren Kunden alle gaswirtschaftlichen Leistungen unter der Produktfamilie VNG.gasmarkt an. |
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Dezember 2008Ende des Jahres 2009 gründete VNG ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft VNG Italia S.r.l. mit Sitz in Bologna (VNG Italia). |
Januar 2009Swissgas und VNG haben zusammen die SET Swiss Energy Trading AG mit Sitz in Zürich gegründet. Die neue Gesellschaft soll die schweizerische Erdgasbeschaffung optimieren und das Erdgas-Handelsgeschäft von VNG stärken. Swissgas ist an SET mit 65 % beteiligt, der verbleibende Anteil wird von VNG gehalten. |
April 2009VNG wird Erdgasproduzent in Norwegen. VNG hat sämtliche Aktien der Endeavour Energy Norge AS (EEN) mit Sitz in Oslo erworben. |
19. Mai 2009VNG und die OOO Gazprom Export gründeten das Gemeinschaftsunternehmen Erdgasspeicher Peissen GmbH. Nach einem Investitionszeitraum von 15 Jahren wird ein Arbeitsgasvolumen von fast 600 Mio. m³ zur Verfügung stehen. Standort ist eine Steinsalzlagerstätte in Peißen bei Bernburg. Der neue Untergrundspeicher wird den Namen UGS Katharina tragen. |
Juli 2009VNG hat einen langfristigen Liefervertrag mit dem Luxemburger Energiekonzern Enovos abgeschlossen. VNG liefert ab Herbst 2010 für 15 Jahre Gas nach Luxemburg.Zum 1. Juli hat VNG ihr polnisches Gasgeschäft in einer neuen polnischen Tochtergesellschaft VNG Polska gebündelt. |
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12. Dezember 2009VNG erwarb im Rahmen der ZDF-Spendengala „Ein Herz für Kinder“ ein von Helmut Kohl, George Bush senior und Michail Gorbatschow signiertes Mauerstück. Dieses Unikat wird unter der VNG-Initiative „Verbundnetz für Demokratie und Toleranz“ und unter dem Motto „Mauerfälle“ auf eine Bildungsreise durch Deutschland und Europa gehen. |
17. Mai 2010Die dänische Kapitalgesellschaft VNG Danmark ApS wurde als Tochter der VNG Norge gegründet. Sie ist für Exploration und Produktion auf dem dänischen Kontinentalschelf verantwortlich. |
November 2010Am 1. November 2010 wurden die VNG Energie Czech und Energie Bohemia miteinander verschmolzen. Alle Mitarbeiter der ursprünglichen Energie Bohemia wurden auf die bisherige Holding übertragen. Diese übernimmt nun die Verantwortung für den Erdgasgroßhandel.Im November nahm die erste Berliner Erdgastankstelle der VNG-Erdgastankstellen GmbH in der Chausseestraße 61 ihren Probebetrieb auf. Mit der Beimischung von 20% klimaneutralem Bioerdgas kann an allen VNG-Tankstellen umweltschonend getankt werden. |
April 2011VNG bietet erstmalig eine Onlinebuchung für kurz- und mittelfristige Speicherkapazitäten an. Damit können Speicherkunden ab 1. April freie Kapazitäten für die nächsten zwei Speicherjahre online im Speicherportal von VNG buchen. |
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Mai 2011Am 19. Mai fand die Bilanzpressekonferenz 2011 statt. Die VNG hat trotz schärferen Wettbewerbes ihren Kurs fortgesetzt und konnte den Absatz erneut steigern. Der Jahresabsatz der VNG AG stieg im vergangenen Jahr um 20,4 Prozent auf insgesamt 220,3 Milliarden kWh. Es wurde ein Überschuss von 59 Millionen Euro erzielt. |
| Grundsteinlegung für den Erdgasspeicher Etzel (ESE). Der neue Kavernenspeicher hat ein projektiertes Arbeitsgasvolumen von rund zwei Milliarden Kubikmetern. Dabei beträgt der Anteil von VNG am Arbeitsgasvolumen 150 Millionen Kubikmeter. Geplant ist, dass der Speicher stufenweise von 2012 bis 2014 in Betrieb geht. |
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21. Juni 2011Im Rahmen der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit zwischen VNG und OAO Gazprom wurde die Ejektoranlage des UGS Bernburg nach erfolgreichem Probebetrieb am 21. Juni 2011 offiziell in Betrieb genommen. |
August 2011VNG erhält Zertifizierung für Bioerdgas-Beimischprodukte vom TÜV SÜD. Ab August beliefert VNG ihren Kunden mit zertifizierten Beimischprodukten, bestehend aus Erdgas und Bioerdgas mit einem Anteil in Höhe von 10, 25, 30 und 51 Prozent an. |
September 2011Über das neue Online-Portal VNG|direkt können Gewerbe- und Industriekunden mit Standort in Nordrhein-Westfalen mit einem jährlichen Bedarf von 1,5 bis 15 Millionen Kilowattstunden (kWh) Erdgas online von der VNG kaufen. |
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Am 16.09. erfolgte der erste Spatenstich für den neuen Erdgasuntergrundspeicher „Katharina“ in Peißen bei Bernburg. Die Erdgasspeicher Peissen GmbH mit Sitz in Halle (Saale) soll bis zum Jahr 2024 schrittweise insgesamt zwölf Kavernen in Betrieb nehmen. |
Der Berliner Historiker Dr. Rainer Karlsch berichtet im medium gas über die vier entscheidenden Etappen
Rainer Karlsch